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Sommer: Mit dem Rad:
Back Roller Classic Ortlieb Wer kennt sie nicht (und ganz ehrlich wer kauft andere Radtaschen)? Robust, wasserdicht, fast unzerstörbar. Ich habe die großen Radtaschen auch immer für das Vorderrad benützt.
Obwohl Ortliebsäcke schnell Löcher bekommen, ist mir bei den Taschen auf vielen tausend Kilometern das nicht "geglückt".
Dann muss man nur sehr auf einen vernünftigen Lowrider achten, sonst endet der mit einem titanicgleichem Geräusch in den Speichen. Selbst ausprobiert!
Rack-Pack Ortlieb Ein (wasserdichter) Packsack, auch mit Rollverschluss. Der Sack wird auf der Längsseite geöffnet und ist ebenso wie die Radtaschen aus einem sehr dicken und reißfesten Material. Er passt gut auf die beiden hinteren Radtaschen. Ich benütze den Sack allerdings fast nur noch als Handgepäcktasche und bin immer sehr gut damit geflogen. Moniert wurde die Größe nie, obwohl wirklich verdammt viel hinein geht.
Ergo Tubus Der Lowrider (Vorderradgepäckträger) meines Vertrauens. Nachdem ich mindestens zwei preiswerter Nonameprodukte kaputt bekommen habe, entschloss ich mich, doch mal tiefer in die Tasche zu greifen.
Es hat sich gelohnt! Zumal Tubus zehn Jahre Garantie gewährt und nach vorheriger Onlineregestrierung drei Jahre lang im Garantiefall am gleichen Tag ein neues Modell an jeden Ort der Erde senden will. (Gilt nur für Chrom-Molybdän-Modelle.) Ich habe mich für den Ergo und gegen den Tara entschieden, da der Tara "dank" seiner Form Stöcker und ähnliches wohl greifen könnte, die dann in den Speichen landen.
Zu Fuß:
Silhouette Osprey
Mein Liebling, Herzblatt, was auch immer: Mein Osprey Silhoutte. Hält alles aus, ist unkaputtbar und fast perfekt. Einen kleinen Fehler hat er doch: Er hat keine Befestigungsmöglichkeiten an seinem Hintern, also dort am unteren Ende, wo sich der Rucksackhintern mit dem meinigen trifft. Es ist also ziemlich nervig ein Zelt unter dem Rucksack zu befestigen. Vorteil aber: Das Kopfteil kann man abnehmen und dann als Umhängetasche oder Hüfttasche verwenden. Jedes Gewicht hab ich mit meinem Rucksack ertragen. Würde wieder einen von Osprey kaufen, hat mich wirklich nie enttäuscht.
Habe noch einen alten AFT-Rucksack, meine ersten Touren bin ich mit diesem gegangen und muss sagen, dass das auch ganz gut ging. Ein kleinerer Rucksack bewahrt vor dem Zuvielmitnehmen. Auch hab ich den Verdacht, das die Tragegestelltechnologie überbewertet wird. Klar gibt es Unterschiede, aber ob man 30 Kg tragen kann hängt wohl hauptsächlich davon ab, ob man selber 30 kg schleppen kann!
Auf dem Floß:
Bequemer kann man sich wohl kaum in der Natur fortbewegen. Weite Distanzen zurücklegen und trotzdem den ganzen Tag nur angeln und sich sonnen. Was kann es Schöneres geben? Leider taugt nicht jeder Fluss zum Floßfahren, deshalb gibt einem ein Kanuführer der gewünschten Region sicher eine gute Übersicht, wie zum Beispiel der DKV Kanuführer. In Kanada/USA bietet sich bestimmt der allgemein bekannte Yukon an, leider ist der Flug dahin nicht ganz preiswert. Der Mackenzie ist bestimmt auch ein lohnendes Ziel für alle die weit ab der Zivilisation Floßfahren wollen. Unseren Reisebericht zur Yukonfloßfahrt findet Ihr hier. Und hier geht es zur Floßbauanleitung. Wenn Ihr konkrete Fragen zum Floßfahren habt und der Meinung seid ich könnte Euch weiterhelfen, könnt Ihr mir auch gerne eine Mail schreiben.
Mit dem Boot:
Delphin 110 und 140:
Besitze drei alte DDR Faltboote und kann sie nur sehr empfehlen. Die Boote sind ca 4,80 Meter lang und 1,10 bzw. 1,40 Meter breit. Die 110 Variante ist als Motorboot gedacht, während sich der Delphin 140 dank Mittelschwert auch gut Segeln lässt. Zudem gibt es eine Windschutzscheibe und ein Verdeck, so dass zwei Personen gut im Boot schlafen können.
Eine wirklich exzellente Seite zum Thema Faltboote ist diese hier.
Winter:
Mit Schneeschuhen:
Mountain Trek Faber Importiert einer eine Fortbewegungsart die eigenartiges Zubehör verlangt und etwas bescheuert aussieht wird das wohl ziemlich sicherer Wahrscheinlichkeit in Deutschland ein Knaller. Und so ist es nicht nur mit Nordic Walking, sondern auch mit Schneeschuhen.
Mitleid habe ich immer wieder mit diesen armen Menschen die man gerne in kleinen Gruppen in den Alpen antrifft wo diese dann schlurfend sich jeden Abfahrtsspaß nehmen und dennoch denken sie seien mit ihren Highendtenisschlägern vielleicht sogar gerade ob ihrer Langsamkeit näher an Jack London. Touren mit diesen Dinger zu machen halte ich zumindest aus praktischen Erwägungen für bescheuert.
Gut, natürlich darf jeder selbst entscheiden wie er sich seinen Urlaub versaut.
Nur läuft man nicht tagelang durch dichten Wald mit viel Gestrüpp, wird man wohl immer mit Ski besser bedient sein.
Damit man mich hier nicht falsch versteht: Für irgendwelche Tagesausflüge mögen Schneeschuhe bestimmt sinnvoll sein, und so manchen Berg bekommt man bestimmt leichter mit Schneeschuhen erlaufen als mit Tourenski. Nur richtige Wintertouren mit Gepäck machen in der Regel mit Schneeschuhen keinen Sinn.
Insbesondere vertragen sich Pulka und Schneeschuhe so gar nicht, Schneeschuhe machen nur in sehr steilem oder unwegsamem Gelände Sinn, bzw. haben dort einen Vorteil gegenüber den Backcountry- oder Tourenski. Für solch ein Gelände sind aber Schlitten nicht geeignet, es gibt nichts Schlimmeres, als mit einer Pulka querfeldein durch den Wald zu kriechen.
Doch natürlich können Schneeschuhe auch auf längeren Touren nützlich sein, wir haben immer ein paar dabei um zur Not eine Spur zu treten. Auch wird unserer Holzsammler jeden Abend auf Schneeschuhen in den Wald geschickt um Brennmaterial zu beschaffen.
Ich besitze die Faber Mountain Trek-Schneeschuhe nun schon seit bestimmt zehn Jahren und bis jetzt haben sie mich nicht im Stich gelassen. Sie sind robust und dennoch nicht unvernünftig teuer.
Auf Ski:
X-ADV 88 Contagrip Salomon Die Anschaffung des Jahres 2007! Ein etwas kürzerer (189cm) breiter Nowax Backcountryski.
Abfahrten in ungespurtem Gelände enden nun selbst für mich mit nicht zwangsläufig mit der Nase im Schnee. Denn im Gegensatz zu meinem alten Brettern lässt er sich dank seiner großen Schaufeln ganz gut steuern, und bleibt auch bei tieferen lockerem Schnee länger oben "schwimmen". Auch beim Aufstieg machen sich kürzere Ski positiv bemerkbar, mit meinen alten 210 Meter langen Schwertern blieb ich doch gerne auf engeren Winterwegen in der Botanik hängen, zudem lassen sich kürzere Bretter halt auch besser kontrollieren. Ein absoluter Zugewinn.
Eine Loipe wird natürlich in kurzer Zeit von derart Ski zerlegt, die Pulka erledigt den Rest. Falls man sich oft und ohne Schlitten auf gespurtem Gebiet bewegt, sind vielleicht weniger breite Ski etwas sozialer.
Combi-Extreme Backcountry colltex
Nachdem ich noch letztes Jahr im Outdoorforum behauptet habe, dass Steigfelle für Backcountryski nicht notwendig sind, widerrufe ich hiermit öffentlich meine alten Thesen und behaupte ab sofort das Gegenteil:
Mir ist es ein Rätsel wie ich überhaupt je ohne Felle Skitouren erfolgreich unternehmen konnte.
Bergauf gehts mit Fellen wie Spiderman der in einem Traktor sitzt, ein Traum, ganz selten musste ich in den V-Schritt gehen.
Die Felle sind 5cm breit und in der Läge individuell zuschneitbar. Haarausfall haben meine nach einer Tour noch nicht.
Pulka: Diverse Modelle waren im Laufe der Zeit dabei: Zwei unterschiedliche vom schwedischen Militär, die eine groß und aus Holz, die andere sieht aus wie ein großes Skateboard ohne Räder. Zum Bepacken und Rodeln sehr praktisch. Auch Fjellpulken waren vertreten, natürlich sehr schöne Dinger, aber zu dem Preis? Der Vorteil einer preiswerten Pulka ist ja, das man mit ihr rodeln oder sie einfach bergab solo runterschicken kann, ohne sich große Gedanken ums Geld machen zu müssen. Deshalb kam in den letzten Jahren fast nur noch "Paris the Expeditionssledge" zum Einsatz. Ortliebsack rauf, mit einer Spinne rüber und fertig ist gepackt. Gestänge haben wir selbst gebaut und dort immer komplett zerlegt. Jetzt darf dann doch der Einspanner von Fjellpulken für extrem preiswerte 170 Löten ran.
Base Camp Duffel
The North Face
Extrem große Tasche (140 Liter). Läßt sich dank Schulterriemen auch (über kurze Distanzen) auf dem Rücken tragen. Vereinfacht wird dadurch das Tragen der Pulken auf der Hin-und Rückfahrt. Auch eignet sich die Tasche als Reisetasche, was man von den Orliebsäcken, die wir sonst immer auf die Schlitten gelegt haben, nicht wirklich behaupten kann. Bekanntermaßen geht man auf Wintertouren mit dem eingesetzten Material um wie sonst nur die Stiftung Warentest und dennoch weist die Tasche noch keine nennenswerten Abnützungserscheinungen auf. Der Hauptvorteil gegenüber den großen Ortliebsäcken besteht aber darin, dass nun nicht mehr der ganze Sack ausgeschüttet werden muss, um einen Überblick über den Inhalkt zu erhalten.
Packsack PD 350 Ortlieb
Unsere Standardsäcke für die Schlitten, sie sind auch sehr groß mit ca. 110 Liter Fassungsvermögen. In die Ortliebsäcke kommen die Schlafsäcke und Isomatten tagsüber rein. Im Gegensatz zu dem Dufflebag sind die Ortliebsäcke nicht so hoch, wenn sie auf der Pulka liegen, in tiefem Schnee kippen dadurch die Schlitten nicht so schnell um. Über die Jahre haben sie viele Löcher bekommen, insbesondere aber daher, dass wir früher gerne unsere Rucksäcke während der Flüge dort hinein gesteckt haben.
Einen dieser Säcke nehmen wir immer als "Wassersack" gefüllt mit Schnee mit ins Zelt.
Zuggürtel: Da schwer einzusehen ist weshalb ein Zuggürtel von Fjellpulken achtzig Löten kosten muss, bin ich (wie viele andere auch) dazu übergegangen meine eigenen Gürtel zu nähen.
Alles was ich hierzu benötigte ist Schaumstoff, Cordura ein paar Bänder und Schnallen und Omas Nähmaschine.
Alles bis auf den Schaumstoff gibt es bei extremtextil zu kaufen.
Schaumstoff gibt es billig in Posterläden.
Insgesamt lagen die Kosten pro Gürtel bei ca. 20 € und nach ein wenig Training dauerte es auch weniger als eine Stunde bis so ein Gürtel fertig war.
Viel Falsch machen kann man nicht, ich habe achtziger Nähgarn und eine 110 Nadel verwendet. (Auch die habe ich von extremtextil).
Der Schaumstoff hatte eine Dicke von zwei Zentimeter.
Zuerst habe ich mit der Schere den Schaumstoff in 90 mal 6 Zentimeter lange Bahnen geschnitten. Das werden die Hüftpolster, also brauchen schlanke Menschen kürzere Bahnen.
Man sollte bedenken, dass man dicke Kleidung tragen wird. Der Schaumstoff sollte nicht den ganzen Bauch umfassen, mindestens zwanzig Zentimeter sollten frei bleiben.
Dann habe ich 20 mal 100 cm lange Bahnen aus dem Cordura Material geschnitten.
Die einzelnen Bahnen hab ich nun in der Mitte gekickt und mit den jeweiligen Oberseiten aufeinander gelegt. Also habe ich jetzt eine 10 mal 100 cm lange Bahn. Diese wurden dann mit einer doppelten Naht zusammengenäht, es enstand also ein 100cm langer Schlauch aus Cordura mit der Außenseite nach Innen. Dieser wurde umgekrempelt, so dass die Außenseite außen war und die Nähte innen verschwanden. Dann hab ich den Schaumstoff an ein kleines Seil geknotet und ihn so in den Schlauch gezogen. Nun werden die beiden offenen Enden eng zu genäht.
Ein dickes Gurtband kommt nun einmal herum und bekommt an beiden Enden die Schnallen herangenäht.
Fehlen noch die Schultergurte und die Halterungen für die Pulka. Je nach persönlichem belieben kann man diese an dem Gürtel befestigen.
Ebenso wie D-Ringe für die Handschuhe usw.
So ein Gürtel zu nähen hat nichts mit großer Nähkunst zu tun, ich hatte vorher noch nie eine Nähmaschine in der Hand, nach ein paar Probenahten auf altem Stoff ist man aber schnell bereit für diese Aufgabe.
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