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Arran 7 Moskoselkatan Ich besitze nur zwei Zelte, bin aber mit diesen völlig glücklich:

Arran 7 von Tentipi von Moskoselkatan
kostet leider ungefähr 800€ und ist ca. 10 kg schwer. Doch nun zu den guten Nachrichten: Es ist 2,7 Meter in der Mitte hoch und hat einen Durchmesser von
4,4 Metern, damit also einen Wohnraum von entspannten 13,8 m². Die Außenwand besteht aus einem extrem hartnäckigen Baumwollhightechwasauchimmergemisch. So ist es möglich im Zelt ein Feuer zu machen oder einen Ofen hinein zustellen. Der Stoff hält selbst den Kontakt mit dem deutlich über hundert Grad heißen Ofenrohr an der Spitze des Zeltes aus, (dort wo das Ofenrohr durchs Zelt nach außen geht), das Material wird lediglich ein wenig schwarz.
Ein Innenzelt und einen Boden besitze ich nicht, beide sind separat zu kaufen, kosten leider auch wieder richtig ordentlich (Innenzelt ca. 700€, Bodenplane ca. 160€). Als Bodenplane hab ich eine aus dem Baumarkt zurecht geschnitten, es geht aber auch ohne.
Der Nachteil an der Arran Version gegenüber der "Luxusversion" Variie ist, dass es keinerlei Befestigungsmöglichkeiten im Zelt gibt für irgendwas. Aber man kann ja sich leicht ein paar
D-Ringe reinnähen.
Ich hab das Zelt bisher nur im Winter verwendet und ich finde, dafür hat es die perfekte Form. Über Menschen, die sich in diese kleinen Särge quetschen, kann ich seitdem nur müde lächeln.
Mag sein, dass ich so langsamer bin, da ich eine Menge Gepäck herumziehe, dafür hab ich es abends schön warm, meine Sachen trocknen und besitze Platz fast ohne Ende. Fünf bis sechs Menschen sind im Winter perfekt, schließlich muss ja noch der Ofen rein und der braucht auch was zu essen, das muss auch rein. Auch nimmt der "Schneesack" ein wenig Platz weg. (Bei sechs Menschen kocht sich viel Schnee weg). Im Sommer passen acht Personen bequem hinein!


Zeltofen, "Schwedischer Zeltofen"
Gekauft im
Rangershop, ist ungefähr 13kg schwer und für seinen Preis (130€) ganz in Ordnung. Bestimmt stellt er nicht das Maximum der Ofenbaukunst dar, aber er macht ein Zelt wärmer und Kleidung trockener. Wir haben es damit geschafft mehr als 40 Grad Temperaturunterschied zu produzieren!! In der Zeltspitze, wo unser Trockenraum ist, wird es sogar fast 30 Grad warm.
Leider befindet sich nur eine Klappe oben am Ofen, so dass es regelmäßig rausrußt, wenn Holz nachgelegt wird. Dafür zieht er natürlich wie Hechtsuppe. Zum Kochen eignet sich der Ofen allerdings wegen seiner Form weniger gut. Wärme speichert er leider kaum, hört das Feuer im Ofen auf zubrennen, geht die Temperatur in den Tiefflug.

Alaskan von Kni-co
Die mobile Einbauküche für das Zelt. Endlich ist sie da! Mein neuer Ofen ist ersteinmal ein ganz schön großer Brocken: 60cm lang, 30cm breit und hoch, auf seinen Füßen steht er 20 cm hoch im Zelt. Zusammen mit dem Wassertank wiegt er sportliche 10kg. Kein Kollege der zum Light-Camping mitkommen darf.
Nun aber zu seinen positiven Eigenschaften: Er macht das Zelt warm, egal wie kalt es draußen ist. Wirklich egal, es ist ein Traum. Das Zelt ist auch nicht mehr verraucht, da die Einbauküche ja ein Vorderlader ist. Größere Holzscheite passen bequem hinein, was noch mehr Wärme bedeutet. Geht man zu Bett und schließt den Damper - eine Klappe im Ofenrohr - so bleibt die Wärme noch länger im Zelt, teilweise war sogar noch sechs Stunden später Glut im Ofen!
Der Wassertank liefert nach ca. 2-3 Stunden kontinuierlich warmes Wasser; fließend warmes Wasser im Winterzelt, dekadenter kann man gar nicht unterwegs sein! Auf dem Ofen lässt sich gut kochen, also kommt ein Teil seines Gewichtes wieder als Benzinersparnis wieder rein.
Das Ofenrohr kann bei exzessiver Benutzung das Zelt beschädigen, wir hatten sogar einen kleinen "Kuppelbrand". Dagegen hilft hoffentlich nächstes Jahr Material von extremtextil oder shelby. (Dank an das Outdoorforum an dieser Stelle für die Tipps.)
Fährt man nicht unbedingt in die extreme Kälte, sollte man vielleicht über einen der kleinen Brüder des Alaskian nachdenken, die doch deutlich leichter sind. Beim Kauf ist unbedingt auf die richtige Läge des Ofenrohrs zu achten.

Arctis2 von Tatonka
Der Hillebergnachbau, 3,5 kg schwer, ca 3 Meter lang, 1.40 breit und einen Meter hoch. Kosten wird dies um die 230 €. Bin sehr glücklich mit diesem Zelt, besitze es seit mehr als 10 Jahren, ein treuer Begleiter. Ein paar Stürme haben die Stangen verbogen, gebrochen ist aber noch nie eine. Die Wasserdichte ist auch noch in Ordnung. Zu zweit bietet es ausreichend Platz, zu dritt ist es auch noch auszuhalten, da muss dann aber das Gepäck draußen bleiben.

Besitze das dazugehörige
Tarp, bei Regen ist es eine ganze Menge wert, insbesondere, wenn man zu zweit oder zu dritt unterwegs ist. Würde ich immer mitnehmen, außer ich bin alleine mit Rucksack unterwegs. Es ist einfach abends viel gemütlicher, wenn man unter einem Tarp hockt. Schläft man draußen, kann einen der Regen auch nicht ganz so übel im Schlaf zusetzen.

Den
Boden kann man zusammen mit dem Innenzelt herausnehmen, was natürlich Gewicht spart. Leider geht das Außenzelt wie bei vielen Sommerzelten nicht ganz bis zum Boden des Zeltes, so dass man den Rand immer abdichten muss. Sonst regnet oder stürmt es hinein, und das ist Käse. Ansonsten verstehe ich wirklich nicht wofür man ein Innenzelt braucht. Die Drecksmücken kommen eh immer irgendwie ins Zelt, Blackflies sowieso. Und soviel schaffen es auch wieder nicht durch die Bodenritze. Dafür hat man ordentlich viel Platz. Und muss zum Pinkeln nachts nicht aus dem Zelt wenn einem kalt ist. Der Abbau geht auch schneller: Haube weg und den Rest einsammeln.

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Zeltofen im Winter


Arctis 2 in den Italienischen Alpen
Arctis 2 von Innen

© 2009 Sebastian Tappert

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